Archive for August, 2010

öffentliche Sonntagsführung in der Sonderausstellung

Mittwoch, August 25th, 2010

Öffentliche Sonntagsführung
„Wasserwelten. Badekultur und Technik“
am Sonntag, den 29. August 2010 um 15:00 Uhr

Am Sonntag, 29. August 2010 bietet das Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg um 15:00 Uhr eine öffentliche Führung durch die neue Sonderausstellung „Wasserwelten, Badekultur und Technik“ an: Wir laden ein zu einem entspannten Rundgang durch die Wellnesskultur aus zwei Jahrtausenden und zeigen beeindruckende Ingenieurskunst bei großen wie kleinen, feinen Wasserbauten.
Dauer: ca. 1 Stunde
Kosten: 2,- € + Eintritt
Blick in die Ausstellung “Wasserwelten. Badekultur und Technik”.

Wasser ist fast alles!

Mittwoch, August 25th, 2010

Öffentlicher Abendvortrag
am Dienstag, den 31. August 2010 um 19:30 Uhr
„Wasser ist baraka – Wasser ist eigentlich (fast) immer da“
Theologin Brigitte Goede im Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg

„Ägypten ist ein Geschenk des Nils“, heißt es schon bei Herodot. Selbst aber, wenn Ägypten gerade aus Gründen des Wassers eher ein Geschenk der Wüste ist, dreht sich doch unendlich viel in Kunst, Kultur, Religion und Schrift um das Lebenselement Wasser. Der Vortrag vermittelt einen anschaulichen Einblick in das sehr komplexe Thema und benennt zudem fünf gute Gründe gegen eine Badekultur in Ägypten.
Kosten: 2,- €
Theologin, Brigitte Goede auf Ihren Reisen im Orient.

Wasser auf der Zunge!

Freitag, August 20th, 2010

„Alles fließt: … auch Wasser auf der Zunge“

… so betitelte Natias Neutert seinen Gastvortrag anlässlich der Eröffnung der Sonderausstellung „Wasserwelten. Badekultur und Technik“. Und damit nahm der Philosoph und Künstler die Zuhörer mit auf eine abwechslungsreiche Reise in die Welt großer Dichter und Denker. Nicht zuletzt dichtete er selbst einen Sechszeiler auf dieses kostbare Element.

„Eine Ausstellung, die so viele kulturelle Errungenschaften aus mehr als drei Jahrtausenden umfasst, sollte auch mit einem lebhaften und sehr menschlichen Bezug zum Wasser eröffnet werden. Herr Neutert ist dabei so authentisch, diese Veranstaltung bleibt unseren Gästen lange in Erinnerung“ schwärmt Prof. Fansa über seine Referenten.
Ohne Zweifel darf es besonders bei dem Thema der Badekultur von der römischen Antike bis in die Zeit des Barock auch poetisch zugehen. Denn während z. B. feingeschliffene Öl- und Parfumflakons aus dem 2. Jahrhundert n. Chr. die Gegenstandskultur des Badewesens zeigen, belegen große Gemälde-Bildflächen die Sinnlichkeit von Massage und Wellness. So möchte die Sonderausstellung allein schon mit der Gestaltung die Vermittlung der Inhalte unterstreichen:
Auf dem Galerieumgang, wo der Besucher sich den technischen Entwicklungen bei der Wasserver- und -entsorgung widmen kann, dominiert eine Art Tunnel die Raumarchitektur. In dem großen Saal eine Etage tiefer ist es eine offene Präsentation, in deren Zentrum sich ein Wasserbecken als Ruhezone befindet. Hier wird man eingeladen, Platz zu nehmen, Zitaten aus aller Welt und Zeiten zu lauschen und sich durch das animierte Bild ansprechen zu lassen – auf die Wasseroberfläche werden Bilder aus verschiedensten Lebens- und Kunstbereichen projiziert.

Natürlich geht es in dieser Ausstellung neben dem Erleben des Elementes Wasser auch um das Erlernen von kulturellem Fortschritt und seiner Verbreitung. Uhren oder Zeitmessungsgeräte sind dafür ein außerordentlich „wasserbezogenes“ Beispiel: Zu den ältesten Uhren zählen die Wasseruhren; bekannt aus dem ägyptischen Raum, aus dem 3. Jahrtausend sind es vor allem die griechischen und römischen Exemplare, deren Funktion sich heute exakt rekonstruieren lässt. Was zunächst wie ein schön verzierter Topf wirken kann, stellt sich bei genauerer Analyse als präzises Messinstrument heraus, wie eine ausgestellte Wassereinlaufuhr aus dem arabischen Raum beweist.
Die Bandbreite der Zeitmesser reicht bis hin zu hoch komplizierten mechanischen Stücken, die nicht selten mehr als die Zeit angeben; sie beziehen den Kreislauf der Gestirne, den Ablauf der Sternkreiszeichen und vieles mehr mit ein. Durch Wasser betrieben, geben sie Einblicke in den Ideenreichtum der mittelalterlichen Kulturen des Orients.

Viele weitere Aspekte der Verwendung und Nutzung des Rohstoffes Wasser gibt es in den „Wasserwelten“ zu entdecken. Noch bis zum 17. Oktober 2010 lädt das Landesmuseum Natur und Mensch zum Besuch dieser internationalen Ausstellung ein!
Blick in die Ausstellung “Wasserwelten. Badekultur und Technik”.

öffentliche Sonntagsführung in der Sonderausstellung

Dienstag, August 17th, 2010

Öffentliche Führung
am Sonntag, 01. August 2010 um 11:15 Uhr
„Wasserwelten. Badekultur und Technik“

Am Sonntag, 22. August 2010 bietet das Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg um 11:15 Uhr eine öffentliche Führung durch die neue Sonderausstellung „Wasserwelten, Badekultur und Technik“ an: Wir laden ein zu einem entspannten Rundgang durch die Wellnesskultur aus zwei Jahrtausenden und zeigen beeindruckende Ingenieurskunst bei großen wie kleinen, feinen Wasserbauten.

Dauer: ca. 1 Stunde
Kosten: 2,- € + Eintritt

Erste Veranstaltung im Begleitprogramm

Dienstag, August 17th, 2010

„Orientalische Badekultur für Familien“
am Samstag, 21. August 2010 von 9:00 – 13:00 Uhr
im OLantis Oldenburg

Für Freunde der Wasserwelten gibt es ein abwechslungsreiches Begleitprogramm zur gleichnamigen Ausstellung im Landesmuseum Natur und Mensch. In Kooperation mit dem OLantis Oldenburg findet am Samstag, 21. August 2010 daher ein „Orientalischer Badetag für Familien“ im OLantis statt. Im Programm stehen Kurzvorträge und Lesungen z. B. aus „1001 Nacht“ direkt im Hamam und ein Familien-Rasul mit kostbaren Aromen und Ölen.
Lassen Sie sich verwöhnen!

Informationen und Anmeldungen unter: 0441/36131618
Entspannung im Hammam.

Kostbarkeiten aus großen Museen & Sammlungen

Dienstag, August 17th, 2010

„Kostbare Leihgaben im Landesmuseum angekommen“
Sonderausstellung „Wasserwelten. Badekultur und Technik“

Spannend sollen Ausstellungen sein und viele einzigartige Exponate zeigen; nicht zu vergessen, eine große Themenvielfalt bieten, die ein breites Publikum ins Haus zieht.
So soll auch die Sonderausstellung „Wasserwelten“, in deren Mittelpunkt die Badekultur und Wassertechnik von der Antike bis ins Mittelalter steht, etwas Besonderes sein.
Und, das ist sie auch, dank der zahlreichen faszinierenden Objekte, die dem Landesmuseum Natur und Mensch von Museen, Sammlungen und Bibliotheken zur Verfügung gestellt wurden. Metallgegenstände aus der Islamischen Welt, Steinreliefs aus dem ägyptischen Kulturraum oder bunte Glasgefäße aus dem Römischen Kaiserzeit zieren bis zum 17. Oktober 2010 die Sonderausstellungsfläche des Museums in Oldenburg.
Ohne Frage sind vor der endgültigen Präsentation eine Vielzahl logistischer und organisatorischer Richtlinien zu beachten – ein Kunsttransport regelt die Lieferung ins Haus, klimatische Bedingungen müssen eingehalten werden und durch Profihand werden die Stücke in den Vitrinen montiert.
„Nicht selten unternehmen die Exponate eine lange Reise quer durch Deutschland, denn nicht immer haben wir so ein Glück, kostbare Keramiken aus antiker Zeit wie Schale und Lekythos aus einem Museum am Ort zu erhalten“, weiß Restauratorin Eva Schreiber zu berichten. Sie betreut den Aufbau der Ausstellung und sorgt für optimale Bedingungen für jede Art von Material.

Doch, warum wird dieser große Aufwand betrieben und Fundobjekte auch aus weiter Entfernung ausgeliehen? Wenn ein Ausstellungsthema entsteht, ist es wichtig, einzelne Schwerpunkte festzulegen, die aufeinander aufbauen, miteinander verbunden sind und sich ergänzen. Würden die Inhalte dann nur auf Texten und Tafeln präsentiert, wäre es nur allzu schnell langweilig für die Besucherinnen und Besucher. Mit den Exponaten kann eine Ausstellung somit eine Bildsprache nutzen, denn jedes einzelne Stück besitzt eine ganz bestimmte Aussagekraft in der gesamten Schau.
Die Götterdarstellungen aus den frühen Kulturen Ägypten zeigen z. B. sehr anschaulich, wie sehr der Mensch sich schon vor 3.000 Jahren mit dem Element Wasser beschäftigt hat. Luxuriöse Glasflakons römischer Zeit belegen einen extravaganten Geschmack im Bade oder kleinteilige Bauanleitungen unterstreichen den technischen Fortschritt im arabischen Raum. Jedes Objekt für sich steht für einen speziellen, bewusst ausgewählten Inhalt.

Für diese Sonderausstellung wurden über 100 Stücke zusammengetragen. Auf zwei Etagen ausgestellt, geben sie Einblicke in die Wellness-Kultur gestern wie heute.
Ausrichten der Exponate in der Vitrine.