Archive for the ‘Neues aus der Ausstellung’ Category

Fotowettbewerb – Fristverlängerung!

Donnerstag, September 16th, 2010

Fristverlängerung
Fotowettbewerb „Wasserwelten“

Wasseraufnahmen – ob in der Natur, in der Kunst oder in der technischen Nutzung durch die Linse gesehen – wird vom Landesmuseum Natur und Mensch anlässlich der aktuellen Sonderausstellung „Wasserwelten“ in Form eines Fotowettbewerbs prämiert. Die Abgabefrist der Aufnahmen wurde nun auf den 30. September 2010 verlängert.
Informationen zu den Teilnahme- und Einsendebedingungen entnehmen Sie bitte der website: www.wasserwelten.naturundmensch.de. Telefonische Auskünfte erteilt die Pressestelle unter Tel.: 0441/9244-323.
Noria – Gebrauch eines Wasserrades.

Wasserwelten – Nacht der Museen

Donnerstag, September 16th, 2010

„Waterworld für Körper und Seele“

… heißt am Samstag, 25. September 2010 ab 18:00 Uhr im Landesmuseum Natur und Mensch anlässlich der Nacht der Museen.
Groß und Klein, Alt und Jung sind – bei freiem Eintritt – herzlich willkommen, die Sonderausstellung „Wasserwelten. Badekultur und Technik“ zu besuchen und darüber hinaus ein abwechslungsreiches Programmangebot zu erleben. Besonders beliebt sind an solchen Eventtagen die kreativen Aktionen für Kinder, bei dem auch schon einmal die Eltern und Großeltern zu Stift und Papier, Schere und Schminke greifen.
In der Kreativwerkstatt der Museumspädagogik verwandeln sich die jüngsten Museumsgäste in kleine Wassergeister mit schaurig schön bemalten Gesichtern. Und wer einmal über den großen Teich eine Nachricht schicken möchte, kann hier bunte Bilder für die Flaschenpost vorbereiten.

Zu den besonderen Highlights dieses Abends gehören die Cocktail-Bar mit prickelnden Erfrischungen aus Ahoj-Brause sowie der Kunstinstallation „Waterlight – Klangwelten & Lichtermeer“ – Klänge und Bilder setzen das Thema Wasser mal abstrakt, mal gegenständlich, mal wörtlich in Szene.
Aktiv erlebbar wird zudem die Bade- und Wellnesskultur: In einer eigens eingerichteten Wohlfühlstation locken die Freuden des Hamams und des Serail-Bades. Ayuerveda-Öle, Peelings und Cremes aus dem Rasul verwandeln die Sonderausstellung in eine Verwöhnoase. Die Kooperation mit dem OLantis-Bad Oldenburg ist ein Schnupperangebot für Interessierte, sich über die Gebräuche und Anwendungen im orientalischen Bad zu informieren.

Wissenschaft und Eventkultur lassen sich im Museum an einem Abend wie diesem hervorragend verbinden. Führungen geben Einblicke in die Geschichte des Bade- und Wasserwesens vergangener Zeiten und die Mitwirkung an modernen Zeremonien zeigt die Parallelen zwischen gestern und heute. Besonders hervorzuheben sind dabei die technischen Leistungen, die in Antike und Mittelalter bereits einen hochwertigen Standard erreicht hatten. Fußbodenheizungen, komplexe Systeme aus Zu- und Abläufen oder auch aufwändige Geräte zur Wasserhebung waren in den Hochkulturen bzw. spätestens seit der Römischen Antike beinahe eine Selbstverständlichkeit.
Darüber hinaus gelingt es der Sonderausstellung „Wasserwelten. Badekultur und Technik“ für die Kostbarkeit des Rohstoffes „Wasser“ zu werben und damit auch auf solche Regionen der Welt zu verweisen, in denen reines Wasser heute eine Seltenheit ist.
Zu sehen ist die Ausstellung noch bis zum 17. Oktober 2010 im Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg.
J. L. Gerome, Maurisches Bad, 1870.

Wasser auf der Zunge!

Freitag, August 20th, 2010

„Alles fließt: … auch Wasser auf der Zunge“

… so betitelte Natias Neutert seinen Gastvortrag anlässlich der Eröffnung der Sonderausstellung „Wasserwelten. Badekultur und Technik“. Und damit nahm der Philosoph und Künstler die Zuhörer mit auf eine abwechslungsreiche Reise in die Welt großer Dichter und Denker. Nicht zuletzt dichtete er selbst einen Sechszeiler auf dieses kostbare Element.

„Eine Ausstellung, die so viele kulturelle Errungenschaften aus mehr als drei Jahrtausenden umfasst, sollte auch mit einem lebhaften und sehr menschlichen Bezug zum Wasser eröffnet werden. Herr Neutert ist dabei so authentisch, diese Veranstaltung bleibt unseren Gästen lange in Erinnerung“ schwärmt Prof. Fansa über seine Referenten.
Ohne Zweifel darf es besonders bei dem Thema der Badekultur von der römischen Antike bis in die Zeit des Barock auch poetisch zugehen. Denn während z. B. feingeschliffene Öl- und Parfumflakons aus dem 2. Jahrhundert n. Chr. die Gegenstandskultur des Badewesens zeigen, belegen große Gemälde-Bildflächen die Sinnlichkeit von Massage und Wellness. So möchte die Sonderausstellung allein schon mit der Gestaltung die Vermittlung der Inhalte unterstreichen:
Auf dem Galerieumgang, wo der Besucher sich den technischen Entwicklungen bei der Wasserver- und -entsorgung widmen kann, dominiert eine Art Tunnel die Raumarchitektur. In dem großen Saal eine Etage tiefer ist es eine offene Präsentation, in deren Zentrum sich ein Wasserbecken als Ruhezone befindet. Hier wird man eingeladen, Platz zu nehmen, Zitaten aus aller Welt und Zeiten zu lauschen und sich durch das animierte Bild ansprechen zu lassen – auf die Wasseroberfläche werden Bilder aus verschiedensten Lebens- und Kunstbereichen projiziert.

Natürlich geht es in dieser Ausstellung neben dem Erleben des Elementes Wasser auch um das Erlernen von kulturellem Fortschritt und seiner Verbreitung. Uhren oder Zeitmessungsgeräte sind dafür ein außerordentlich „wasserbezogenes“ Beispiel: Zu den ältesten Uhren zählen die Wasseruhren; bekannt aus dem ägyptischen Raum, aus dem 3. Jahrtausend sind es vor allem die griechischen und römischen Exemplare, deren Funktion sich heute exakt rekonstruieren lässt. Was zunächst wie ein schön verzierter Topf wirken kann, stellt sich bei genauerer Analyse als präzises Messinstrument heraus, wie eine ausgestellte Wassereinlaufuhr aus dem arabischen Raum beweist.
Die Bandbreite der Zeitmesser reicht bis hin zu hoch komplizierten mechanischen Stücken, die nicht selten mehr als die Zeit angeben; sie beziehen den Kreislauf der Gestirne, den Ablauf der Sternkreiszeichen und vieles mehr mit ein. Durch Wasser betrieben, geben sie Einblicke in den Ideenreichtum der mittelalterlichen Kulturen des Orients.

Viele weitere Aspekte der Verwendung und Nutzung des Rohstoffes Wasser gibt es in den „Wasserwelten“ zu entdecken. Noch bis zum 17. Oktober 2010 lädt das Landesmuseum Natur und Mensch zum Besuch dieser internationalen Ausstellung ein!
Blick in die Ausstellung “Wasserwelten. Badekultur und Technik”.

Kostbarkeiten aus großen Museen & Sammlungen

Dienstag, August 17th, 2010

„Kostbare Leihgaben im Landesmuseum angekommen“
Sonderausstellung „Wasserwelten. Badekultur und Technik“

Spannend sollen Ausstellungen sein und viele einzigartige Exponate zeigen; nicht zu vergessen, eine große Themenvielfalt bieten, die ein breites Publikum ins Haus zieht.
So soll auch die Sonderausstellung „Wasserwelten“, in deren Mittelpunkt die Badekultur und Wassertechnik von der Antike bis ins Mittelalter steht, etwas Besonderes sein.
Und, das ist sie auch, dank der zahlreichen faszinierenden Objekte, die dem Landesmuseum Natur und Mensch von Museen, Sammlungen und Bibliotheken zur Verfügung gestellt wurden. Metallgegenstände aus der Islamischen Welt, Steinreliefs aus dem ägyptischen Kulturraum oder bunte Glasgefäße aus dem Römischen Kaiserzeit zieren bis zum 17. Oktober 2010 die Sonderausstellungsfläche des Museums in Oldenburg.
Ohne Frage sind vor der endgültigen Präsentation eine Vielzahl logistischer und organisatorischer Richtlinien zu beachten – ein Kunsttransport regelt die Lieferung ins Haus, klimatische Bedingungen müssen eingehalten werden und durch Profihand werden die Stücke in den Vitrinen montiert.
„Nicht selten unternehmen die Exponate eine lange Reise quer durch Deutschland, denn nicht immer haben wir so ein Glück, kostbare Keramiken aus antiker Zeit wie Schale und Lekythos aus einem Museum am Ort zu erhalten“, weiß Restauratorin Eva Schreiber zu berichten. Sie betreut den Aufbau der Ausstellung und sorgt für optimale Bedingungen für jede Art von Material.

Doch, warum wird dieser große Aufwand betrieben und Fundobjekte auch aus weiter Entfernung ausgeliehen? Wenn ein Ausstellungsthema entsteht, ist es wichtig, einzelne Schwerpunkte festzulegen, die aufeinander aufbauen, miteinander verbunden sind und sich ergänzen. Würden die Inhalte dann nur auf Texten und Tafeln präsentiert, wäre es nur allzu schnell langweilig für die Besucherinnen und Besucher. Mit den Exponaten kann eine Ausstellung somit eine Bildsprache nutzen, denn jedes einzelne Stück besitzt eine ganz bestimmte Aussagekraft in der gesamten Schau.
Die Götterdarstellungen aus den frühen Kulturen Ägypten zeigen z. B. sehr anschaulich, wie sehr der Mensch sich schon vor 3.000 Jahren mit dem Element Wasser beschäftigt hat. Luxuriöse Glasflakons römischer Zeit belegen einen extravaganten Geschmack im Bade oder kleinteilige Bauanleitungen unterstreichen den technischen Fortschritt im arabischen Raum. Jedes Objekt für sich steht für einen speziellen, bewusst ausgewählten Inhalt.

Für diese Sonderausstellung wurden über 100 Stücke zusammengetragen. Auf zwei Etagen ausgestellt, geben sie Einblicke in die Wellness-Kultur gestern wie heute.
Ausrichten der Exponate in der Vitrine.